Gehegebau

Im Frühjahr 2006 entsteht ein neues Freilandgehege für unsere Landschildkröten. Der wichtigste Punkt ist die Einfriedung, da schnell die Frage nach dem richtigen und günstigen Material aufkommt. Sehr gut gefallen haben mir die Gehegeumrandungen auf www.landschildkroeten-galerie.de . Die Umrandung aus Holz ist recht freundlich zu den "Panzern" und auch preisgünstig.

Jedoch muss das Holz an entsprechenden Palisaden befestigt werden. Das Problem mit Holzpalisaden ist die kurze Haltbarkeit, weil das Holz in der Erde fault. Also habe ich sehr lange überlegt welches Material ich verwende. Zunächst habe ich an Betonpalisaden gedacht, aber die sind sehr rau und ich hätte die Bretter andübeln müssen.

Irgendwo hatte ich mal in einem Baumarkt Kunststoffpalisaden gesehen, aber wenn man das Zeug braucht ist nichts da. Also habe ich mich auf die Suche im Internet nach Kunststoffpalisaden gemacht.

Eigentlich halte ich nichts von Kunststoffteilen im Garten. Aber das Material passt perfekt zu meinem Plan.

Die ersten Spatenstiche sind getan. Die Palisaden werden einmal mit den Rasenkanten verschraubt und ragen noch 20 cm tiefer in den Boden wie die Platten. Zum Verschrauben verwende ich Edelstahlschrauben welche direkt in die Palisaden eingedreht werden. Die Schraubstellen verschwinden später durch angefüllte Erde.

 

Jetzt werden die Holzbretter einfach an den Palisaden mit Holzschrauben befestigt. Die Grundfläche des neuen Geheges beträgt ca. 24m². Darin wird ein kleines Gewächshaus integriert.

 

Als Abschluß oben noch eine Holzleiste. Der Zwischenraum ist mit Gitterdraht versehen. Das Gehege soll später noch mit einem großen Netz abgedeckt werden, mit entsprechenden Stützen. Deswegen habe ich die Gesamthöhe der Umfriedung etwas größer ausfallen lassen, um auch der Bepflanzung genug Raum zu lassen.

 

 Mediterrane Pflanzen sind eingebracht, sowie eine Mischung von Wildkräutersamen aus der Samenkiste. Unten am Gewächshaus zu sehen, zwei Durchgänge für die Schildkröten.


Juli 2012: Die Pflanzen haben sich prächtig entwickelt. Es ist eine schöne "Oase" entstanden.

 Insgesamt 3 kleine Hügel sind entstanden. 

Links ein Hügel mit Kalksteinschotter  bewachsen mit Salbei, Minze und Zitronenmelisse.Vorn rechts der Legehügel mit Sandstelle rundherum bewachsen mit Thymian, Lavendel, Rosmarin und durch Steine geschützt die fette Henne. Hinten rechts ein Hügel mit Steinhöhle bewachsen mit Melisse und Yucca, welche gerade blüht. Für adulte Landschildkröten braucht man ja nicht unbedingt ein Schutznetz. Aber da inzwischen einige Katzen "schwarze Eier" in den Legehügel gesetzt haben, sehe ich diese Maßnahme für gerechtfertigt. 

 

Innenansicht der Gehegeumrandung

 

An großen Steinen werden morgens die ersten Sonnenstrahlen eingefangen.

 

Die Wasserstelle wird regelmäßig von den Tieren aufgesucht

 

So lässt es sich aushalten!


Im Gewächshaus

Im Gewächshaus befindet sich das Schlafhaus. Die Grundkonstruktion besteht aus Betonplatten. Der Zwischenraum zum Gewächshausfundament wurde zur Dämmung mit Styrodurplatten ausgefüllt.

Im September 2007 habe ich das Schlafhaus umgebaut. Vor dem Eingang hing ein Keramikstrahler der für die kalten Nächte etwas Wärme bringen sollte. Dies erwies sich als nicht besonders effektiv. Es kam zu wenig Wärme ins Schlafhaus und durch die kühlen Temperaturen der letzten Wochen verfielen die Tiere schon zu sehr in "Winterstimmung". 

Auf der Seite www.schilditreff.de fand ich die Lösung. Das Schlafhaus wurde nun mit einer "Deckelheizung" versehen. 

Das Dach des Schlafhauses besteht jetzt aus einem Holzdeckel zum hochklappen. Daran von unten befestigt eine Isolierplatte mit Alufolie und einem Drahtgitter an dem ein Heizkabel befestigt ist.

Zum Halten einer Mindesttemperatur dient ein Thermostat, dessen Fühler im Schlafhaus angebracht ist. Das Gerät schaltet das Heizkabel bei den gewünschten Temperaturwerten. Je nach Wahl der Temperaturschaltpunkte kann es zum Heizen und auch zum Kühlen verwendet werden. Das heißt es kann auch verwendet werden um einen Kühlschrank für die Überwinterung der Tiere zu überwachen.

Universalthermostat UT 100 von Conrad Electronic

Das Schlafhäuschen mit heruntergeklappten Dach. Die Wärme kommt nun in den kalten Nächten von oben auf die Tiere. 

Achtung: Bei europäischen Landschildkröten darf die Wärme durch Heizkabel und Heizmatten niemals von unten zugeführt werden. 

So halte ich im September eine Mindesttemperatur von 16°C im Schlafhaus. Später wird zur Vorbereitung der Winterruhe die Mindesttemperatur weiter heruntergesetzt. Der Eingangsbereich wurde mit einem halbhohen Streifenvorhang versehen. Durch diesen kann das Licht des davor angebrachten Halogenstrahlers einfallen und die Tiere werden dadurch nach draußen gelockt.

In den Herkunftsgebieten gibt es auch Schlechtwettertage, aber da jetzt das Sch.....wetter schon seit Wochen anhält, gibt es täglich ein paar Stunden künstliche Wärme unter dem Strahler.

Der Durchgang ins Freie ist mit einem kleinen durchsichtigen Lamellenvorhang versehen, welcher von den Tieren nicht als Hindernis angesehen wird.


Das Jungtiergehege

Das Jungtiergehege ist jetzt im großen Schildkrötengehege untergebracht. Es ist durch das Netz des großen Geheges vor Greifvögeln geschützt. 

Es gibt nun auch einen Durchgang in das Gewächshaus, mit einer abgetrennten Ecke für die Jungtiere.

Im Gewächshaus:


  

Das alte Schildkrötengehege (Nicht mehr in Nutzung)

Das alte Gehege in unserem ehemaligen Garten. 

Zur Umrandung wurden Betonpflastersteine vermauert, welche recht preiswert zu erwerben sind. Der erhöhte Holzaufsatz dient der Komplettabdeckung mit Drahtgitterrahmen, welche der Bepflanzung auch noch genügend Platz einräumen soll.

Das Gehege konnte vollständig mit Drahtgitterrahmen abgedeckt werden. Diese dienen zum Schutz vor Mardern, Greifvögeln etc.

Das nachfolgende Bild zeigt, wie der Aufbau gestaltet wurde. Die Rasenplatten wurden in eine Sandschicht gelegt und geben der Mauer Halt, und dienen gleichzeitig als Schutz vor Durchgraben.